Eine neue Bürgerinitiative in Börgerende-Rethwisch hat am Freitag (20.07.) ein Bürgerbegehren zur Beschränkung der Bebauungshöhe für Gebäude in der Gemeinde auf zwölf Meter eingebracht. Ziel ist es, darüber einen Bürgerentscheid durchzuführen. Die Festlegung soll für alle Gebäude zur Anwendung kommen, die ab Juli 2018 errichtet werden.
Das Bürgerbegehren, das durch Nicole Mühlau, Ulrich Augustin und Matthias Trott vertreten wird, ist mit 338 Unterschriften eingebracht worden, was etwa 22 Prozent der rund 1.500 Wahlberechtigten der Gemeinde entspricht. Die für ein Bürgerbegehren vorgeschriebene Quote von zehn Prozent wurde damit deutlich überschritten.
Ein ähnliches Anliegen – damals auf eine Beschränkung auf zehn Meter ausgelegt – wurde Ende November 2016 durch eine andere Bürgerinitiative als Petition an die Gemeindevertretung eingereicht. „Nach inzwischen einem Jahr und fast acht Monaten gibt es dazu noch immer keine Antwort. Unter Bürgernähe und mehr Transparenz, die Bürgermeister Horst Hagemeister zur letzten Kommunalwahl versprach, verstehen wir etwas anderes und wollen nun für diese grundsätzlich bedeutsame Entscheidung eine basisdemokratische Abstimmung erreichen“, erklärte Matthias Trott als einer der Vertreter der neuen Bürgerinitiative. Die Bebauung der letzten Jahre, insbesondere im Bereich des früheren Ferienheims Waterkant, gebe berechtigten Anlass zur Sorge, dass zukünftig weitere hohe Gebäude errichtet werden. Dies würde den dörflichen Charakter der Gemeinde weiter zerstören.
Mit der neuen Höhenfestlegung auf zwölf Meter soll der Gemeindevertretung mehr Spielraum eingeräumt werden, weil damit nunmehr problemlos Gebäude in zweieinhalbgeschossiger Bauweise mit Spitzdach bzw. dreigeschossig mit Flachdach errichtet werden können.