Jan Küchenmeister 14. Oktober um 21:22:
Frage: Ich glaube, dass es der Gemeinde viele Vorteile bringen wird. Ich bin am Mittwoch extra zur Info Veranstaltung gegangen und habe mir die Pläne und die Argumente genau angehört. Welchen Architekten haben Sie gesprochen?
Antwort: Wir haben zu keinem Zeitpunkt behauptet, mit Architekten gesprochen zu haben. Die auf der ersten Bürgerversammlung der Gemeinde am 12.10. unsererseits verwendeten Angaben zum Hochhausbau entstammen einem Interview des Architekten des Hochauses in Bietigheim (www.swp.de/bietigheim), (www.gagro.de), das der Investor in Börgerende zu seinem Symbol gemacht hat.
Frage: Der Baugrund soll eigentlich perfekt sein. Was hat dieses Vorhaben eigentlich mit dem Küstenschutz zu tun?
Antwort: Ein großer Teil der Flächen, die der Investor in Börgerende bebauen will, liegt nicht nur im Lanschaftsschutzgebiet, sondern auch im Vorbehaltsgebiet für den Hochwasserschutz, das bei größeren Fluten bedarfsweise geflutet werden sollte, um den Druck auf die Deiche zu reduzieren. Insofern hat der geplante Bau auch mit dem Küstenschutz zu tun.
Frage: Was steht in der Gemeinde Satzung, was bei diesem Projekt nicht passen würde?
Antwort: Nicht in der Satzung der Gemeinde, aber in den bestehenden Bebauungsplänen ist eine maximale Bebauungshöhe festgelegt, die durch das geplante Projekt des Investors erheblich überschritten würde. Ausserdem gibt es eine Gestaltungssatzung, die eingesehen werden kann.
Frage: Eine Frage hätte ich noch: Wer antwortet mir da eigentlich, den ich „überzeugen“ soll? Ist „67m-NEIN“ eine Person?
Antwort: Die Bürgerinitiative 67 Meter NEIN! Börgerende-Rethwisch wird vertreten durch Dr. Lutz Baumbach, Matthias Buhr und Christian Baumann.Sie ist keine Mitgliederorganisation, sondern wirbt ihre Anhänger und Befürworter durch die Sammlung von Unterschriften, um einen Bürgerentscheid zur Abstimmung über die geplanten Bauprojekte zu erreichen.
Unsere Initiative war am 25. September 2016mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, den Charakter der Gemeinde Börgerende-Rethwisch zu erhalten. Die Gründung erfolgte im Ergebnis der öffentlichen Sitzungen des Bauausschusses und der Gemeindevertretung am 20. bzw. 22. September 2016. Dort hatte ein potenzieller Investor seinen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans mit dem geplanten Bau eines Hochhauses und eines Sportforums mit Sportplatz und weiteren Gebäuden begründet und war dabei auf starken Widerstand aus der Bevölkerung gestoßen. Die Bürgerinitiative will unter Hinweis auf zu erwartende negative Auswirkungen auf den Charakter der Gemeinde, die Verkehrsbelastung, den Lärmpegel für Anwohner und Feriengäste sowie das betroffene Landschaftsschutzgebiet und das Vorbehaltsgebiet für den Hochwasserschutz die beantragte Änderung des Flächennutzungsplans verhindern.